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Moderatoren: Hürlifan, Hebe

von Heiko
#17661
Hallo Freunde
Ich habe ein Problem was mir echt zu schaffen macht . :-? Bei meinen Hürlimann habe ich bei kalten Motor nur 1,5 bar öldruck bei Vollgas ,und nur noch höchstens 1 bar bei warnen Motor .
Ich will jetzt noch mal das Richtige 30er öl drauf machen . Eine neue Druckuhr habe ich auch schon besorg und werde sie einbauen .Und dann mal sehen wieviel druck ich dann habe. Ich habe hier mal gelesen das man den Öldruck einstellen kann . Kann mir das mal einer Erklären wie ich das mache .Ja ,und wenn das alles nicht hilft sag mir mein altes Landmaschienen wissen das der Motor " Alle " ist :cry: - Oder . weiß noch einer einen Tip der mir helfen kann . Mein Motor hört sich aber nicht krank oder müde an . Das kann Danica bestätigen .
Schöne Grüße aus Hiddenhausen
Heiko
#17669
Hallo Heiko,

es gibt mehrere Möglichkeiten was es sein kann.

1. zu dünnes Öl.
2. Manometer defekt.
3. Ölsieb am Ansaugpunkt unten im Motor verstopft.
4. Ölpumpe defekt.
5. Öldruckventil ausgeschlagen.
6. Kurbelwellenlager ausgeschlagen. - Das kann teuer werden.

zu 5. Öldruckventil:

http://www.das-oldtimer-forum.de/galler ... ge_id=1548" onclick="window.open(this.href);return false;

Es befindet sich vorne links am Motor (wenn man davor steht).
Das Ventil herausschrauben und den Kugelkopf ansehen. Wenn es Einbuchtungen hat oder unrund ist, ist der Sitz auch ausgeschlagen und das Öl entweicht an dieser Stelle.
Dann muss der Sitz nachgearbeitet und der Kugelkopf wieder zur Kugel gedreht werden.
Das Ventil kann auch nur stärker hinein gedreht werden, dann erhöht sich der Öldruck.
Das funzt jedoch nur, wenn es auch dicht ist.

Gruß Hebe
#17677
Moin Moin !
Das Ventil kann auch nur stärker hinein gedreht werden, dann erhöht sich der Öldruck.
Das funzt aber auch nur,wenn das Ventil bei zu geringem Druck öffnet !

Zur Erklärung : Das Ventil stellt den Öldruck her ,indem es ihn durch Öffnen begrenzt.
Wir stellen uns mal vor,ein solches Ventil gäbe es nicht. Dann wäre der Öldruck abhängig von der Fördermenge der Ölpumpe und dem Widerstand des Abflusses.Die Fördermenge der Ölpumpe hängt von ihrer Auslegung und der Drehzahl ab,der Widerstand des Abflusses ist dagegen praktisch konstant und hängt von der Viskosität des Öls und den Spalten,durch die es ins Freie tritt,ab. Als Spalte bezeichne ich mal die Lager,Ölfilter und sonstige Widerstände wie Bohrungen der Ölkanäle und dergleichen. Die Viskosität hängt vom Öl und der Temperatur ab.
Daraus folgt,das im Betrieb der Öldruck praktisch analog zur Drehzahl steigt.In der Praxis genügt ein Öldruck von 3-5 bar für alle mir bekannten Motore unter allen Bedingungen.
Um eine ausreichende Versorgung auch bei niedriger Drehzahl zu garantieren,wird man die Pumpe also so auslegen,dass dieser Druck bereits bei niedriger Drehzahl und bei heissem Motor ansteht und ggf noch eine Sicherheitsreserve reinkonstruieren,um eine Reserve bei Überhitzung ,zu niedriger Viskosität und erhöhtem Lagerspiel zu haben.
Auf der anderen Seite führt diese Auslegung natürlich bei umgekehrten Bedingungen und/oder höheren Drehzahlen zu einem Öldruck von weit über den ausreichenden 3-5 bar.
Die erforderliche Antriebsleistung einer Hydraulikpumpe berechnet sich nach Druck x Volumenstrom (x Wirkungsgrad,bei dieser Betrachtung vernachlässigbar).
Daraus folgt,das die Ölpumpe unsinnigerweise erheblich Leistung fressehn würde,ihr Antrieb abreissen könnte oder der zu hohe Druck selber Schaden an Lagern oder Dichtungen anrichten könnte. (als DB die ersten 280er Doppelnockenwellenmotore baute,die ja noch aus den ersten 6-Zylinder von 1953 fussten,rissen tatsächlich bei vielen Einspritzern die Antirebe der Pumpen ab,wenn die Leute mit Gas starteten,da diese Motore bei der ersten Anlasserumdrehung ansprangen und dermassen blitzartig hochdrehten,das der Gegendruck für den Antrieb schon zu hoch war,bevor das Überdruckventil öffnen konnte,der Antrieb musste verstärkt werden)

Also begrenzt das Ventil den Druck,indem es ihn durch (teilweises) Öffnen "abschneidet" und die überschüssige Menge Öl in die Wanne zurücklaufen lässt.

Listigerweise kann man aus der Theorie hier praktische Erkenntnisse gewinnen :
Vorausgesetzt,die Anzeige erfolgt einigermassen zuverlässig und zeitnah,am besten also über mechanische Anzeigen,die direkt vom Öldruck über ein Röhrchen versorgt werden (war früher bei DB immer so),sollte der Öldruck immer unabhängig von der Drehzahl und Temperatur bei laufendem Motor einen konstanten Wert zwischen 3 und 5 bar anzeigen. Je nach Temperatur/Viskosität kann dabei die Anzeige bei sehr niedriger Drehzahl abfallen (je nach Motortyp i.A. bis 0,5 bar),bei Drehzahlerhöhung sollte sie wie ein Drehzahlmesser fungieren,dabei aber bei leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl bereits ihren max, Wert erreichen und diesen auch bei weiterer Drehzahlsteigerung konstant halten.

Solange also das Ventil nicht öffnet,begrenzt es nicht den Öldruck,dieser kann also nicht durch den Einsatz einer stärkeren Feder erhöht werden.Damit kann nur der Öffnungspunkt und damit der max. Öldruck reguliert werden.
Aus meiner Erfahrung : Bei DB steht in der Betriebsanleitung aller mir bekannten Fzge auch immer,das ein schlechter Öldruck an einer klemmenden Kugel oder einem Schmutzteil im Überdruckventil schuld sein kann.
Ich kann euch versichern,dass ich bereits an vielen Motoren mit schlechtem Öldruck diese Möglichkeit überprüft habe,aber noch nie dieses als Ursache feststellen konnte.Erscheint mir auch logisch,denn wenn das Ventil öffnet,wird es von Öl durchströmt,ein Schmutzpartikel würde also weggespült werden.
Ich habe immer nur 2 Ursachen gefunden : 1. falsches Öl (Viskosität,Leichtlauföl,überaltert,altes Öl im Dieselmotor ist in kaltem Zustand zäh wie Kartoffelbrei und in warmen flüssig wie Wasser)
2. verschlissene oder defekte Lager

Also würde ich die Punkte 1-5 nach Hebes Anleitung abarbeiten incl. Ölwechsel mit Filter,so vorhanden.Wenn du der Meinung bist,das Öl wäre frisch,hast du ev. nach dem Ölwechsel viele vergebliche Startversuche unternommen ? Das Öl kann durch Dieseleintrag verdünnt sein !
Wenn zum Schluss wirklich nur verschlissene Lager übrigbleiben .......

Würde ich ,solange alles andere völlig unauffällig ist,wohl gar nichts unternehmen.Vor vielen Jahre hatte ein Bekannter mal eine Hanomag R28 als Waldschlepper ,bei diesem sprang die Anzeige beim Kaltstart auf 1 bar,um nach wenigen Minuten auch bei Höchstdrehzahl auf 0 zu verweilen.Die Anzeige war eine Direktanzeige.also bestimmt in Ordnung.Der Händler,von dem er den Schlepper gekauft hatte,versicherte ihn.dass die Anzeige kaputt wäre,denn bei kaltem Motor würde sie ja funktionieren :D .
In der Tat hat der Motor jahrelang störungsfrei gelaufen,wobei er allerdings nie besonders belastet wurde.
Aber ich denke,auch du wirst stundenlange Passfahrten mit Vollbeladenen Anhängern auf der Autobahn vermeiden :D

MfG Volker
#17689
Hallo Volker,

Du hast vollkommen recht. Danke für den Roman. plappern) Mir fehlt dazu Lust so viel zu schreiben. :D
Ich hoffe was ich von mir gebe reicht um es zu verstehen.

Wenn dieses Ventil jedoch nicht ganz dicht ist, dann steht es immer offen und der Öldruck stimmt nicht. Daher habe ich auch geschrieben, dass es dicht sein muss damit der Öldruck erhöht werden kann sollte es an diesem Ventil liegen. Logisch ist dann auch, dass wenn schon hier nichts ankommt, der Öldruck so auch nicht erhöht werden kann.

Gruß Hebe
#17701
Hallo
Ich bedanke mich erstmal für die Ausführliche erklärung meines Problems . Zum Teil hatte ich ja auch schon die Richtige Eingebung wie ich die sache in griff bekommen könnte . Ich werde erstmal die punkte ab arbeiten und dann mal sehen .
Danke erstmal . Wenn noch einer DIE idee hat . Kann er es ja Kunt tun . :up: :up: :up: :up: :up:
Ich werde mich dann mal wieder melden was es jetzt ist .
Gruß aus NRW Hiddenhausen
Heiko Kamm
#18733
Hallo Freunde
Die letzten Tage habe ich wieder an meinen D90 gearbeitet . Der Öldruck paste ja nicht . 0,5 Bar waren mir einfach zu wenig . Also suchte ich die Einstellschraube die mir Hebe beschrieben hat :schock: Doch ich konnte sie nicht finden . Kann es sein das mein Trecker sie garnicht hat ? In der Ersatzteil Liste habe ich dann entdekt das es zwei Verschiedene Stirndeckel gibt , und wenn ich das richtig gesehen habe hat der eine die Schraube nicht . Mh weiß nicht ??
Also habe ich erstmal eine neue Öldruck uhr eingebaut . Den Motor nochmal angemacht . Doch es ergab sich keine Veränderung . Dann habe ich das alte Öl gewechselt und schönes frisches 30 er Öl draufgemacht . Selbstverständlich habe ich auch den Filter sauber gemacht . Und dann der zweite Versuch . Der Motor lief schön rund und ein Blick auf der Öluhr machte mich Glücklich . Erst waren es 2,5 Bar und dann wurden es immer mehr . Jetzt habe ich bei vollgas so ca 3,5 -3,8 Bar und
bei Leerlauf 1,2-1,5 Bar Ich weiß das ist auch alles nicht gleich zusetzten mit eine Top Motor ,aber ich bin zu Friedener als vorher .
Jetzt möchte ich noch mein Leicht-Verdeck SCHÖN nachen .Das es nicht mehr so Dröhn und das es Farblich dazu past . Außerdem Will ich auch das es Beinlinge und Seiten Wände bekommt .
Wie habt Ihr das den wenn ihr ein Dach habe . Das würde mich mal Interessieren .Vieleicht mal ein Bild einstellen dann kann ich mir das besser vorstellen .Und front Kotflügel soll mein Hürlimann bekommen .
Auf jedenfall haben diese paar freie Tage bei mir Richtig was gebracht . :up: :up:

Schöne Winterlichen Grüße aus Hiddenhausen NRW
Heiko der Hürliboy wie ich jetzt hier zu hause genannt werden
Dateianhänge
Mit dach 03 088.jpg
#18776
Hallo Heiko,

schön, dass Du das Problem beseitigen konntest.

Hier ist ein Bild von meinem D70 mit Verdeck:
http://www.das-oldtimer-forum.de/viewto ... 8&start=50" onclick="window.open(this.href);return false;

In meiner Galerie unter Hürlimann Teile ist ein Öldruckventil abgebildet.

Gruß Hebe
#21519
Hallo an alle Hürlimann-Freunde und natürlich auch die anderen Schlepperbegeisterten hier im Forum.

Der gleiche Schlepper, das gleiche Problem. Der Öldruck sinkt, wenn der Motor warm ist und nur Leerlaufdrehzahl hat, gegen Null. Das Öl ist frisch gewechselt, Filter und Sumpf ebenfalls gewechselt bzw. gereinigt, einem guten Druck sollte daher nichts im Wege stehen. Ich habe auch nach stundenlangem Suchen und diversen Fehlgriffen (wieso hat die Schraube dann aber keinen Schlitz wie auf Hebes Bild? ah, verkehrte Schraube) nun endlich diese vermaledeit versteckt angebrachte Einstellschraube gefunden. Bei wem kann man sich denn da heute noch über die Konstruktion beschweren? Gibt es irgendeinen Trick, wie man da ran kommt, ohne gefühlt 3/4 des Treckers zu zerlegen?
@ Hebe: Ich glaube, du hast mal geschrieben, dass das nur bei demontiertem Grill, Kühler, Ventilator und sonstigem geht, aber das ist ja ein enormer Aufwand, um an einer Schraube eine Einstellung vorzunehmen. Hast Du evtl. noch die Schlüsselweite parat?
Ansonsten verfüge ich über keine Grube, keine Hebebühne, nur wenig Platz in einer schmalen Garage und auch nur 2 Arme. Einziger Trumpf ist mein gesunder Menschenverstand ( so hoffe ich). Wenn also jemand von Euch mir eine große Freude machen will, dann sagt er (oder sie) mir, wie das mehr oder weniger einfach geht (lieber mehr).

@ Danica: Ich hab es am Sonntag nur ganz kurz nach Laggenbeck geschafft, kam aus Amsterdam und meine Frau teilt unsere Begeisterung so gar nicht Richter) . Aber am Sonntag komme ich nach Nordhorn, da halte ich auf alle Fälle nach Euch ausschau. Werdet Ihr immer noch berühmt? Viel Spaß dabei!

Rudi
#21961
Hallo Hürlimann-Fangemeinde!

Nochmal ich zu dem Thema. Mein gesunder Menschenverstand und meine Knauserigkeit haben einen Teilsieg errungen. Ich habe mich in den letzten Wochen intensivst mit dem Thema Öldruck-Einstellschraube befasst und das Ding tatsächlich herausdrehen können. Und das, ohne den gesamten Vorderbereich zu trennen. Notwendig dazu war eine Kontermutter und einiges an Verrenkungen, Geduld und die Demontage der Lima sowie der Seitenbleche. Und dann kam die Feder zum Vorschein. Allerdings nur ein Stück von so ca. 1cm. Das kann nicht alles sein, dachte ich mir und fummelte noch weiter in der Bohrung rum. Und ich fand den Rest, also Feder (weitere 4cm) und auch den dazu gehörigen Bolzen/Kegel. Und wenn eine solche Feder gebrochen ist, sagte ich mir, dann kann der Federdruck auch nicht entsprechend übertragen werden. Hier in OS bekam ich keine entsprechende Feder, aber das www machte es möglich, und ich habe auch gleich 4 Stück bestellt, für den Fall dass noch jemand das gleiche Problem hat kann er sich dann bei mir melden. Alles wieder eingebaut, Startversuch, und siehe da: Öldruck gleich viel besser. Eine Probefahrt ergab, dass der Öldruck bei warmen Motor immer noch deutlich sinkt (im Leerlauf so bei etwa 0,5 bis 0,8bar), aber kein Vergleich zu vorher. Und gebe ich Gas, steigt der Druck dann auch auf etwa 2,5bar an, bei kaltem Motor auf ca.4bar. Am WE dann noch mal nachjustiert und die Mutter durch die Kontermutter ersetz, da diese vom Aussenumfang kleiner ist und somit nicht mit dem Querträger/Spannstrebe der Lima kollidiert, alles wieder montiert und stolz wie Oskar. Ersatzteilkosten etwa 4€ plus Versand, viel Erfahrungen im Schrauben gemacht und er läuft!

Jetzt stört mich zu meinem vollen Glück nur noch ein schabendes / kratzendes Drehgeräusch das ich irgendwo im Übergang Motor/Kupplung/Getriebe lokalisiere. Es ist Drehzahlabhängig und im Leerlauf nicht vorhanden, aber bei höherer Drehzahl mit und ohne eingelegtem Gang aus dem Bereich etwa senkrecht unterhalb des Armaturenbrettes auf der linken Seite (in Fahrtrichtung) zu vernehmen. :-? Kennt jemand von Euch so etwas auch, ist es gar ein typisches Laufgeräusch, das ich bisher nur nicht vernahm, weil ich mich nur auf den Öldruck konzentrierte? Es erinnert mich etwas an das recht hochfrequente, typische "IHC-Pfeifen", klingt jedoch ungesünder in meinen Ohren.

Die Bilder vom Hürlimann-Treffen waren sehr Eindrucksvoll, vor allem natürlich die Abordnung aus meiner Region. Ich wäre auch gerne dabei gewesen, aber man kann nun mal nicht alles haben.

Grüße an alle Rudi

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